Pressemitteilungen | Fraktion FDP Trier fordert Aufklärung in Sachen Marx-Statue

FDP Trier fordert Aufklärung in Sachen Marx-Statue

15.03.2017

In einem heute online veröffentlichten Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) äußert sich das Generalkonsulat der Volksrepublik China in Sachen Karl-Marx-Statue und beklagt eine “einseitige Berichterstattung” der deutschen Medien. Darin heißt es weiter, dass die Initiative zur Schenkung der Marx-Statue von Vertretern der Stadt Trier ausging, die Stadt jedoch bestreitet diese Darstellung. Der Kreis- und Fraktionsvorsitzende der Trierer Freien Demokraten, Tobias Schneider, fordert nun genauere Aufklärung von der Stadt.

“Die Situation stellt sich immer verworrener dar. Es ist offensichtlich, dass hier eine Seite die Unwahrheit verbreitet. Sofern die Darstellung der chinesischen Diplomaten der Wahrheit entspricht, dass Vertreter der Stadt selbst um eine Schenkung gebeten haben, wurde die Debatte im Stadtrat unter falschen Vorzeichen geführt und müsste dringend wiederholt werden. Wenn aber die VR China in dem Moment beginnt, die Tatsachen zu verdrehen, wenn öffentlich Kritik geäußert wird, wirft das ein anderes Licht auf den gesamten Vorgang und bestätigt unsere Kritik an dem Regime in Peking erneut. Wir verlangen hier von der Stadt und allen Beteiligten Aufklärung, damit sich die Trierer Bürgerinnen und Bürger ein eigenes, transparentes und unabhängiges Bild von den Vorgängen machen können. Eine entsprechende Anfrage werden wir im nächsten Stadtrat stellen. Die chinesische Seite bitten wir ebenfalls dringend um Klarstellung”, so Tobias Schneider.

Die FDP-Stadtratsfraktion hatte sich am Montag mit Verweis auf die schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen in China und der damit einhergehenden propagandistischen Vereinnahmung von Karl Marx´ Thesen in der Volksrepublik vehement gegen eine Schenkung ausgesprochen. “Wir stehen klar zu unserer Haltung von Montagabend. Diese neue Lage der Dinge macht es absolut notwendig, dass die Stadt sich transparent zu der chinesischen Darstellung äußert. Im Rahmen der weiteren Diskussion um die Statue und den 200. Geburtstag von Marx im kommenden Jahr, werden wir und andere auch weiterhin öffentlich die katastrophale Menschenrechtslage in China thematisieren.”, schließt Schneider.

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