Fraktion Zebrastreifen

Zebrastreifen

24.04.2017

In der vergangenen Ausschusssitzung des Dezernats III wurden die Fraktionen über den geplanten Rückbau von Fußgängerüberwegen in Trier informiert. Grund dieser Maßnahme ist eine vom Bund erlassene strengere Richtlinie in der Straßenverkehrsordnung, welche festlegt, wie ein Fußgängerüberweg mit Beschilderung und Beleuchtung auszusehen hat. Die Verwaltung ist nun gezwungen, alle Zebrastreifen im Stadtgebiet auf den Prüfstand zu stellen. Ergebnis: über 100 Zebrastreifen müssten entfallen und von der Stadt zurückgebaut werden, da sie nicht den Sicherheitsanforderungen genügen. Ärgerlich ist, dass der Bund wieder Vorgaben macht und Richtlinien verschärft, die Stadt aber auf den Kosten der Umsetzung sitzen bleibt. Ärgerlich ist auch, dass in der Vergangenheit teilweise gut gemeinte, aber willkürliche Zebrastreifen auf die Straße gepinselt wurden, mit der Intension, die Sicherheit der Fußgänger zu erhöhen. Dass dies oftmals ein Trugschluss war, lässt sich anhand der Unfallstatistiken erkennen. Denn oft gaukeln die „nicht signalisierten Fußgängerüberwege“ eine Sicherheit vor, die nicht vorhanden ist.

Während der Diskussion in der Ausschusssitzung wurde die Verwaltung seitens der Fraktionen bezüglich der Rückbaupläne von diversen Zebrastreifen kritisiert. Ich konnte die Einwände der Kollegen nur teilweise nachvollziehen. Denn ich gehe davon aus, dass die Fachleute in der Verwaltung sensibel genug mit dem Thema Sicherheit der Fußgänger umgehen. Und es ist nicht Aufgabe der Politik, über jeden Zebrastreifen mit der Stadtverwaltung in Verhandlung zu treten.

Viel wichtiger, ist meines Erachtens, ohne vorherige Diskussion, die barrierefreie Gestaltung aller Fußgängerüberwege, damit jeder Bürger sicher über Triers Straßen kommt.

Katharina Haßler, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende

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